Ropers zieht positives Saisonfazit
Die Aufstiegsfeierlichkeiten finden langsam ein Ende und die Stimmen der Dießener Fußballer kehren allmählich zurück. Zeit für einen Rückblick, denn aus dem Nichts kam der Aufstieg des MTV Dießen in die Kreisklasse nicht. Dafür stehen auch diesen Sommer wieder Veränderungen an.
„Mein Saisonfazit fällt sehr positiv aus. Mit dem Aufstieg haben wir unser Ziel erreicht“, sagt MTV-Coach Philipp Ropers. Dabei wäre der 28-Jährige natürlich am Liebsten direkt aufgestiegen, doch letztlich fehlte ein Pünktchen auf den TSV Erling-Andechs.
Ausschlaggebend für den Erfolg war nach Meinung des Trainers insbesondere die Tiefe im Kader. Und die kommt nicht von ungefähr, sondern ist der Lohn für langjährige Jugendarbeit. In den beiden Relegationsspielen standen beispielsweise mehr als eine Handvoll Spieler auf dem Feld, die Ropers von kleinauf selbst trainiert hatte. Sieben U21-Spieler standen im Relegationsrückspiel in der Startelf.
Dabei wurde es den Dießenern in der Rückrunde aber nicht leicht gemacht. „Wir mussten einige Steine aus dem Weg räumen, unter anderem durch ein paar Ausfälle in letzter Zeit“, erklärt Ropers. Umso stolzer ist er, dass sein Team das aus eigener Kraft geschafft hat. Er lobt: „Wir haben uns nicht nur über die vergangenen Jahre, sondern auch im Laufe der Saison in die richtige Richtung entwickelt. Sowohl auf, als auch neben dem Platz.“
Denn als so mancher Leistungsträger nicht mehr auf dem Platz eingreifen konnte, mussten eben andere mehr Verantwortung übernehmen. „Und das haben sie auch gemacht“, bestätigt der Trainer.
Ein guter Vorgeschmack auf das, was kommt. Denn es wird beim MTV Dießen personelle Veränderungen geben. „Der eine oder andere Abgang steht fest“, verrät Ropers. Zum einen Wechsel in höhere Ligen, zum anderen altersbedingte Rücktritte. Dafür sind die Dießener aber auch schon an so manchem Zugang dran. Grundsätzlich wollen sie ihren Weg mit jungen Dießener Spielern aber weitergehen. Dabei hilft auch die wichtigste Personalie: Denn Ropers bleibt Trainer beim MTV und will - sobald er kann - auch wieder auf dem Feld angreifen.
Neben personellen Veränderungen wird es in der neuen Saison außerdem einen neuen Ligamodus geben. Die Ligen werden kleiner und schon vor dem Winter gibt es Hin- und Rückspiel. In der Rückrunde geht es dann in anderen Konstellationen um Auf- und Abstieg. „Das muss man sich erst mal anschauen, ich hoffe auf nicht zu weite Fahrten“, kommentiert Ropers.
Der neue Modus gilt auch für die Zweite Mannschaft in der C-Klasse. Hinter dem verdienten Aufsteiger FC Seeshaupt II verpasste der MTV knapp den Sprung in die höhere Liga. „Das war eine tolle Saison“, sagt Ropers. „Wir haben viel Gutes gezeigt, und ich hoffe, dass es in diese Richtung weitergeht.“
In dieser Spielzeit zeigte sich einmal mehr, wie wichtig die Zweite Mannschaft für die Entwicklung der jungen Spieler ist. So soll das beim MTV Dießen auch kommende Saison aussehen - damit im Sommer wieder gefeiert werden kann.

Relegation: Keine Tore im Hinspiel
SG Oberau/Farchant - MTV Dießen 0:0
Es war das erwartet enge Spiel zwischen der SG Oberau/Farchant und dem MTV Dießen. Nach dem Relegationshinspiel am Donnerstagabend steht der Vergleich 0:0. Dabei sahen die knapp 200 Zuschauer wahrlich kein Offensiv-Spektakel.
„Das Unentschieden ist für uns in Ordnung“, sagt MTV-Coach Philipp Ropers und ergänzt: „Natürlich hätten wir gerne ein Tor geschossen.“ Sein Fazit: Jedes Team habe seine Phasen gehabt und der MTV habe in Summe etwas mehr Spielanteile und die besseren Abschlüsse gehabt.
Die Anfangsnervosität war schnell abgelegt und es entwickelte sich eine ordentliche Partie. Allein die Torchancen fehlten. Die Gastgeber versuchten es oft aus der Distanz, doch gefährlich wurde es daraus nicht. Der MTV brauchte seine Zeit, um Offensiv in Erscheinung zu treten.
So richtig gelang das erst in Halbzeit zwei. Zwei Tore pfiff das gute Schiedsrichtergespann wegen einer vorangegangenen Abseitsstellung zurück. Zudem ließen die Dießener noch zwei, drei vielversprechende Situationen ungenutzt.
„Für das Rückspiel ist alles drin und eines ist ohnehin klar“, sagt Ropers. „Zuhause wollen wir gewinnen.“
Am Sonntag (15 Uhr) stehen sich beide Teams im Ammerseestadion gegenüber. Dann heißt es: Alles oder nichts, der Gewinner spielt kommende Saison Kreisklasse.